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Ein Häuschen im Grünen, am liebsten auf der Alm, dort wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen – nur für die schönsten Tage im Jahr? Das ist nicht ganz so einfach zu finanzieren wie das eigene Wohnhaus, aber machbar ist es doch.
Wer mit einem Ferienhaus liebäugelt, sollte sich Folgendes vor Augen halten: Ein Ferienhaus ist keine Geldanlage, sondern ein Luxusgut. Die Gründe dafür sind sowohl fiskalischer als auch praktischer Art. Auf die Finanzierung von Ferienhäusern hat das weitreichenden Einfluss.
Bauernopfer bei Immobilienkrisen Für Banken ist die Finanzierung von Ferienimmobilien ein Geschäft mit Tücken. Denn sobald es in der Immobilienbranche kriselt, kommen Ferienhäuser als Erstes unter den Hammer. Gerade wegen der Krise fällt der Verkaufspreis dann auf ein Niveau, das unter Umständen nicht einmal die Höhe der Hypotheken erreicht. Daher werden die entsprechenden Belehnungsrichtlinien der Banken zurückhaltender ausgelegt. Dies bedeutet, je nach Objekt kann der Eigenkapitalanteil bis zu rund 35 Prozent anstatt der beim selbstbewohntem Eigenheim üblichen 20 Prozent ausmachen. Dazu kommt, dass die Verwendung des Vorsorgekapitals nicht zur Finanzierung von Ferienhäusern gestattet ist. Um individuell die beste Finanzierung zu ermöglichen, empfiehlt sich grundsätzlich immer ein Gespräch mit einem Bankberater der Credit Suisse. Für Hauseigentümer besteht zum Beispiel die Option, die Hypothek auf dem Wohnhaus zu erhöhen. Da die Zinsen für das Eigenheim eben oftmals günstiger sind als für Ferienhäuser, ist dies eine der beliebtesten Finanzierungsformen. Attraktive Preise im Wallis und Jura So weit, so gut. Mit dem Bewusstsein, dass die Finanzierung des Feriendomizils etwas komplizierter ausfällt als die des Wohneigentums, kann man sich auf die Suche nach einem geeigneten Objekt machen. Die Preisunterschiede sind je nach Lage der Ferienimmobilie allerdings gewaltig. In St. Moritz kostet der Quadratmeter Wohnfläche bis zu 24 000 Franken. St. Moritz und das ungefähr gleich teure Gstaad gehören damit zu den international exklusivsten Standorten für Ferienhäuser. Schon eine kleine Wohnung kostet schnell einmal eine halbe Million Franken. Mit dieser Summe bekommt man in der Lenk gleich ein Einfamilienhaus mit dazugehörigem Bauland. Grundsätzlich ist der Kanton Graubünden für Deutschschweizer wegen seiner guten Erreichbarkeit und der Sprache am beliebtesten – und deshalb auch teurer als das Wallis oder der Kanton Jura. In diesen beiden Kantonen ist der Traum vom Ferienhaus auch mit relativ bescheidenem Budget noch realisierbar. Weniger Fremdkapital – mehr Steuern Der Kauf eines Ferienhauses hat Einfluss auf die Steuern: Der Eigenmietwert ist als Einkommen im Standortkanton zu versteuern. Das bedeutet, dass neben der Steuererklärung am Wohnort auch eine am Standort des Ferienhauses ausgefüllt werden muss. Wenn das Ferienhaus saisonal weder nutzbar ist noch vermietet werden kann, ist es jedoch möglich, eine Reduktion des Eigenmietwerts zu verlangen. Ausserdem lassen sich Hypothekarzinsen und eine Unterhaltspauschale von den Steuern abziehen. Meist wird die Steuerrechnung aufgrund der geringeren Fremdfinanzierung unter dem Strich aber teurer. 1000 Franken Unterhaltskosten pro Monat Ein Ferienhaus bedeutet auch laufende Rechnungen für Strom, Wasser, Heizung, Pflege, Unterhalt und und und... Erfahrungsgemäss liegen die Unterhaltskosten bei etwa 1000 Franken pro Monat. Deshalb müssen sie unbedingt in die Kostenanalyse miteinbezogen werden. Der Luxus der eigenen vier Ferienwände Ein Ferienhaus sein Eigen zu nennen, ist dennoch attraktiv. Es bietet den Luxus, schnell und spontan Ferien zu machen. Für Familien mit Kindern kann es gar "unbezahlbar" sein: Die Kinder finden die Lieblingsspielsachen und ein gewohntes Bett vor, und die Eltern müssen sich keine Gedanken um die Kinderfreundlichkeit einer Ferienanlage machen. Speziell Familien mit schulpflichtigen Kindern schätzen zudem die Geld und Nerven sparende Unabhängigkeit der Hochsaison, die jeweils am ersten Tag der Schulferien beginnt und die Preise in den Reisebüros massiv steigen lässt. Ein Ferienhaus in der Schweiz bedeutet für viele Menschen eine kleine Oase fernab vom Alltagsstress, die jederzeit binnen weniger Stunden verfügbar ist. Da lohnt es sich für viele doch, ein paar Hürden mehr als fürs Eigenheim zu überwinden.
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